Hertha siegt gegen Gladbach!

Feb 13, 2023

4:1! Hertha-Talente sorgen für Befreiungsschlag.

Aufatmen bei Hertha!

Die Berliner gewinnen ihr erstes Spiel im Jahr 2023, stoppen mit einem starken 4:1 gegen Gladbach den freien Fall im Abstiegskampf.

Und das Geburtstagskind macht allen Fans das größte Geschenk!

Marton Dardai (21) knallt den Ball an seinem Ehrentag in der 52. Minute mit 103 km/h aus 23 Metern zum 2:1 unter die Latte, dreht damit das Spiel – dann explodiert das Stadion vor Freude. Auf der Tribüne jubelt Vater und Klub-Legende Pal Dardai mit Frau Monika.

Dardai junior über sein Traumtor, das gleichzeitig sein erster Hertha-Treffer ist: „Das war mein schönster Geburtstag bis jetzt. Das war irreal, der geht perfekt in den Winkel.“

Dank des Dreiers darf der abstiegsgefährdete Hauptstadtklub im Tabellenkeller wieder hoffen, klettert auf Relegationsrang 16.

Dabei legt Hertha einen Fehlstart hin: Elvedi köpft Gladbach nach einem Eckball von Ex-Herthaner Luca Netz in Führung (17.) – schon wieder ein Kopfballtor nach einem Standard.

Doch anders als zuletzt bricht die Elf von Trainer Sandro Schwarz nach dem Rückstand nicht zusammen, sondern kämpft sich zurück, läuft und sprintet mehr als der Gegner. Und gleicht durch Eigengewächs Jessic Ngankam aus, der einen Querpass von Marco Richter über die Linie schiebt (30.). Der erste Hertha-Treffer nach über fünf Stunden Torflaute.

Vorbereiter Richter: „Da fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Wir haben große Moral bewiesen, nach dem Rückstand alles reingehauen. Das neue System hat uns in die Karten gespielt.“

Coach Schwarz bringt erstmals von Beginn an eine Dreierkette und zwei Stürmer – das zahlt sich aus. Es ist der erste Bundesliga-Sieg für für Schwarz gegen Gladbach.

Der Trainer über den Befreiungsschlag: „Wir brauchen Klarheit im Abstiegskampf. Es wird eine lange Reise, wir werden einen langen Atem brauchen.“

Der von Präsident Kay Bernstein ausgerufene Berliner Weg, also mehr auf eigene Talente zu setzen, blitzt erstmals auf. Joker Derry Scherhant erzielt mit seinem Premierentor für Hertha das 3:1 (90.+1) – er ist der dritte Berliner, der trifft. Scherhant: „Wir haben eine gute Akademie. Ich bin fast sprachlos. Ein Tor für Hertha im Olympiastadion zu erzielen, davon träume ich mein Leben lang.“ Nach Abpfiff kommt er mit Freudentränen in die Kabine zurück.

Den Traum vergoldet der eingewechselte Dodi Lukebakio mit dem 4:1 vom Punkt, Tousart hatte den Elfer rausgeholt (90.+7).

Hertha darf wieder hoffen – und kann mit neuem Selbstbewusstsein vor der Auswärtsfahrt nach Dortmund in die Woche starten.

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