Die weiteste Auswärtsreise

Dez 8, 2023

Lange Touren in den Süden Deutschlands sind die BR Volleys längst gewohnt. Gleich sechsmal geht es für die Berliner in der VBL Hauptrunde nach Bayern oder Baden-Württemberg. An diesem Wochenende steht nun die längste dieser Fahrten an, denn die Hauptstädter bestreiten ihr erstes Auswärtsspiel bei einem der vier Aufsteiger. Die FT Freiburg 1844 empfängt den Tabellenführer am Samstagabend (09. Dez um 20.00 Uhr) in der 1.500 Zuschauer fassenden und ausverkauften Act-Now-Arena.

Abfahrt um 8.00 Uhr, geplante Ankunftszeit 17.15 Uhr und mehr als 800 Kilometer Strecke lautet der Reiseplan, wenn sich die BR Volleys am Freitagmorgen vom Berliner Glockenturm auf den Weg nach Freiburg machen. Aufgrund der strapaziösen Tour wird Cheftrainer Joel Banks auf das obligatorische Abschlusstraining verzichten und die Spielvorbereitung anders als üblich gestalten. „Wir werden lediglich die Videoanalyse durchführen und dann etwas Aktivierung in Form einer Runde durch die Altstadt betreiben“, so der 48-jährige Brite. Es geht dem Coach auch darum, „den Spaß und die Motivation hochzuhalten“, wenn seine Mannschaft – wie in dieser Saison durch den engen Spielkalender vorgegeben – von einer Aufgabe zur nächsten hechelt.

Im Breisgau erwartet Banks und sein Team dabei eine ganz besonders heiße Atmosphäre, denn nicht grundlos bezeichnen sich die Freiburger als „Affenbande“ und ihre Heimspielstätte, die Act-Now-Halle, als „Dschungel“. Der Aufsteiger verzeichnet aktuell die drittbesten Zuschauerzahlen der Liga und aus dem Studentenpublikum formiert sich stets ein enthusiastischer Fanblock, der mächtig Alarm macht. Auch die Mannschaft selbst gilt als eingeschworene Truppe, die bis auf den amerikanischen Mittelblocker Ian Parish ausschließlich aus deutschen Spielern besteht. Die gemäß VBL-Statistik punktbesten Akteure im Kader sind Diagonalspieler Oliver Hein und Außenangreifer Yannick Harms. Im Zuspiel bekommt Fabian Hosch inzwischen wieder interne Konkurrenz durch den zu Saisonbeginn zunächst verletzten Lorenz Rudolf. Bisher reichte es für die Freiburger Turnerschaft 1844 zu sechs Punkten, womit der Neuling in der Tabelle aktuell auf Rang zehn rangiert.

Die stimmungsvolle Kulisse in der Act-Now-Arena werden mit Tobias Krick, Timo Tammemaa, Daniel Malescha und Timothée Carle allerdings gleich vier Berliner verpassen, die allesamt aufgrund von leichten Verletzungen nicht in den Mannschaftsbus stiegen. Trotz des stark dezimierten Kaders wollen die Hauptstädter auswärts in Freiburg bestenfalls nach drei Punkten greifen, um die Tabellenführung in der Volleyball Bundesliga zu behaupten: „Wir versuchen, die herausfordernde Situation bestmöglich zu managen, ohne dass etwas auf der Strecke bleibt. Bisher ist uns das ganz gut gelungen und ich bin zuversichtlich, dass wir das erneut schaffen“, sagt Joel Banks.

Die Partie in Freiburg wird wie alle Bundesligaspiele live bei Dyn zu sehen sein.

Public Viewing:
Der Fanclub „VolleyTigers“ lädt bei Auswärtsspielen regelmäßig zum „Public Viewing“ in die Alte Feuerwache (Marchlewskistr. 6, 10243 Berlin-Friedrichshain / U-Bahnhof Weberwiese) ein.

Redakteur: Dirk Thomas Meerkamp (Chefredakteur)

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