Fußball-EM, Handball-EM, Olympische Spiele

Jan 1, 2024

Das sind die sportlichen Höhepunkte 2024 in Berlin und Brandenburg.

Das Sportjahr 2024 hat einiges zu bieten – und Berlin wie Brandenburg sind mittendrin. Ob Fußball- und Handball-EM oder Trampolin-Weltcup – über das gesamte Jahr finden große Sportgroßveranstaltungen in der Region statt.

10. bis 28. Januar: Handball-EM der Männer

Das Jahr 2024 beginnt direkt mit einem Kracher: Am Mittwoch, 10. Januar startet die Heim-EM im Handball. Dabei kommt das Turnier auch eine Woche nach Berlin, genauer gesagt in die Arena am Ostbahnhof, in der die Spiele der Gruppe A und D stattfinden. Vor allem Gruppe A wird im Fokus stehen, denn in der wird Gastgeber Deutschland um den Einzug in die K.o.-Phase kämpfen.

Mit Nils Lichtlein wird auch ein Profi der Füchse Berlin im deutschen Aufgebot stehen. Am Sonntag, 14. Januar gegen Nordmazedonien und am Dienstag, 16. Januar gegen Europameister Frankreich (jeweils 20:30 Uhr) wird das DHB-Team am Ostbahnhof auf die Platte gehen. Deutschland will den Heimvorteil nutzen, um erstmals seit 2016 wieder Europameister zu werden – den Start dieser Reise kann Berlin hautnah miterleben.

10. bis 14. Januar: CSI Neustadt-Dosse

Aber auch Brandenburg hat 2024 einiges zu bieten. Den Anfang macht das internationale Reitturnier CSI Neustadt-Dosse vom 10. bis 14. Januar in der Graf-von-Lindenau-Halle. Ein Höhepunkt: Der ehemalige Europameister André Thieme, der auch Teil des deutschen Olympia-Kaders ist, wird bei dem Turnier antreten. Auch Rene Dittmer, der zur Spitzengruppe im Weltcup-Ranking der Westeuropa-Liga gehört, ist am Start.

26. bis 27. Januar: Berliner Sechstagerennen

Von einem Gefährt zum nächsten – dem Rad. Mittlerweile nur noch an zwei Tagen, am 26. und 27. Januar, findet das 111. Sechstagerennen in Berlin statt. Im Velodrom wird es Sprint- und Steher-Turniere mit internationalen Radsportlern geben, aber auch wie gewohnt ein üppiges Rahmenprogramm drumherum. Angeführt wird das Fahrerfeld von den letztjährigen Siegern und zweimaligen Weltmeistern Theo Reinhardt und Roger Kluge aus Berlin.

8. bis 11. Februar: Hallenhockey-EM der Frauen

Für Deutschland ist 2024 das Jahr der Heimturniere, vom 8. bis 11. Februar findet das nächste statt: Die Heim-EM im Hallenhockey der Frauen. Das gesamte Turnier findet in Berlin statt – wie schon 2020 bei den Männern im Horst-Kober-Sportzentrum am Olympiapark in Charlottenburg. Nach dem EM-Triumph der Frauen in Hamburg 2022 ist die Vorfreude auf eine mögliche Titelverteidigung bei den deutschen Hallenhockey-Fans groß.

22. bis 25. Februar: Turnier der Meister

Aber auch Brandenburg, genauer die Lausitz, kann im Februar mit einem echten Highlight auftrumpfen. Vom 22. bis 25. Februar findet in der Lausitz-Arena Cottbus das Turnier der Meister statt. Das Event gehört seit fast 50 Jahren zu den bedeutsamsten Turn-Turnieren der Welt. Auch 2024 zieht es mehr als 200 Athleten aus fast 50 Nationen wieder nach Cottbus – für viele der Teilnehmenden ist es zudem die letzte Chance, sich noch für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

23. Februar: Istaf Indoor

Die Berliner Arena am Ostbahnhof ist Austragungsort vieler Sportereignisse – so auch im Februar, wenn das 23. Istaf Indoor stattfindet. Hier werden sich erneut die Topathleten der Disziplinen Weitsprung, Stabhochsprung, Hürdenlauf, 60-Meter-Sprint und Diskuswurf messen.

22. bis 24. März: Trampolin-Weltcup

Zum ersten Mal seit 14 Jahren findet wieder ein Weltcup im Trampolinturnen in Deutschland statt – und das in Cottbus, das sich immer mehr zur Trampolin-Hochburg des Landes mausert. Allen voran durch Caio Lauxtermann, der in der Lausitz ausgebildet wurde und jüngst im Trampolin-Synchron WM-Gold holte. Vom 22. bis 24. März messen sich Lauxtermann und etwa 350 weitere Trampolin-Sportler in einem Turnier der Serie des Weltverbandes FIG. Der Weltcup ist zudem Bestandteil der OlympiaQualifikation und hat damit besondere sportliche Brisanz.

23. März: Mopslauf

Wenig sportliche Brisanz, dafür umso mehr Spaß soll der 4. Mopslauf in Brandenburg an der Havel mit sich bringen. Am 23. März können Freiwillige am vom VfL Brandenburg organisierten Lauf teilnehmen, bei dem nicht die erlaufene Zeit im Fokus steht, sondern das Sammeln von Spenden für die Pflege der beliebten Hunderasse. Das Besondere: In Brandenburg an der Havel wurden 25 Waldmöpse ausgewildert. Die gilt es beim Lauf zu finden und ein Foto mit den süßen Tierchen zu knipsen. Die drei besten Bilder werden prämiert und veröffentlicht.

25. Mai: DFB-Pokalfinale

Zwei Monate nach dem Mopslauf geht es in einem etwas größeren Rahmen weiter: Am 25. Mai steht das DFB-Pokalfinale im Fußball der Männer an. 64 Mannschaften haben insgesamt am Wettbewerb teilgenommen, um am Ende im Berliner Olympiastadion das Finale auszutragen. Derzeit steht das Viertelfinale noch aus – nach wie vor mit dabei: Hertha BSC. Der Hauptstadtklub hat die Chance, erstmals das Pokalfinale im heimischen Olympiastadion zu erreichen – und ist so nahe dran wie schon lange nicht mehr. Am 31. Januar wird in eben jener Arena das Viertelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern ausgetragen.

14. Juni bis 14. Juli: Fußball-EM der Männer

Auch im Sommer steht das Berliner Olympiastadion im Mittelpunkt – bei der Heim-EM im Fußball der Männer, die vom 14. Juni bis 14. Juli ausgetragen wird. Insgesamt zehn Spielorte gibt es in ganz Deutschland, doch Berlin kommt eine besondere Bedeutung zu. Neben drei Gruppenspielen und je einem Achtel- und Viertelfinale ist das Olympiastadion auch Schauplatz des Endspiels. Hinzu kommt, dass es auf der Straße des 17. Juni wieder die sogenannte „Fan-Meile“ geben wird und vor dem Brandenburger Tor soll ein riesiges Fußball-Tor entstehen. Die Straße des 17. Juni sowie der Platz des 18. März sollen dafür auch begrünt werden – mit Kunstrasen.

26. Juli bis 11. August: Olympische Spiele

Zwar finden die Olympischen Spiele 2024 nicht in Berlin oder Brandenburg statt, eine große Bedeutung für die Region haben sie natürlich dennoch. Bereits zum dritten Mal nach 1900 und 1924 steigen die Olympischen Sommerspiele in der französischen Hauptstadt Paris. Sportlerinnen und Sportler aus Berlin und Brandenburg werden mittendrin sein.

Der Olympiastützpunkt Berlin (OSP) plant mit einer ähnlichen Delegation wie bei den letzten Spielen in Tokio – also zwischen 50 und 60 Teilnehmenden. 13 Medaillen waren es zuletzt im Jahr 2021 bei Olympia. „Die Zahl sollten wir mindestens schaffen, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr“, sagte OSP-Leiter Harry Bähr rbb|24 im Juli 2023. Sprinterin Gina Lückenkemper gehört zu den Berliner Medaillenhoffnungen.

Team Brandenburg holte 2021 mit 25 Teilnehmenden fünf Medaillen. „Das wäre wieder eine gute Quote“, sagte Willi Lausch, Leiter des OSP Brandenburg, im Juli 2023. „Wir wollen das Ergebnis von 2021 wiederholen.“ Die Cottbuser Bahnradsportlerinnen um Emma Hinze, Diskuswerferin Kristin Pudenz und die erfolgreichen Potsdamer Kanurennsportler zählen zu den größten Brandenburger Medaillenhoffnungen.

4. bis 5. August: VeloCity Berlin

Die Straße des 17. Juni ist auch vom 4. bis 5. August Schauplatz eines echten Events – dem VeloCity Berlin. Die Radsportveranstaltung ist für alle Freiwilligen zugänglich und führt die Teilnehmenden an fast allen bedeutsamen Sehenswürdigkeiten Berlins entlang. East Side Gallery, Siegessäule oder auch der Reichstag werden angesteuert, ehe es auf der Straße des 17. Juni auf die Zielgerade geht. Mit seinen beiden Distanzen – 60 und 100 Kilometer – spricht VeloCity sowohl Einsteiger als auch ambitionierte Hobbyradfahrer an.

28. August bis 4. September: Paralympische Spiele

Auch bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris rechnen sich Berlin und Brandenburg Medaillenchancen aus. Berlin fand sich in Tokio viermal auf dem Treppchen wieder. Für Brandenburg waren es 2021 sogar ganze zehn Medaillen, alle gewonnen von Sportler:innen des Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportvereins (BPRSV) in Cottbus. „Der Weg zum Ruhm führt über Cottbus“, schrieb damals die „Sportschau“.

1. September: Istaf

Rund sieben Monate nach dem Indoor-Event findet auch wieder das Istaf im Berliner Olympiastadion statt – eines der wohl bekanntesten und beliebtesten Leichtathletikfeste Deutschlands. Mit jährlich rund 50.000 Besuchern ist es in jedem Fall das zuschauerstärkste Event seiner Art. Schon seit 1937 findet das Istaf im Berliner Olympiastadion statt, seitdem wurden dort 16 Leichtathletik-Weltrekorde aufgestellt. Kommen 2024 weitere Rekorde dazu?

11. bis 15. September: World Rowing Masters Regatta

Die World Rowing Masters ist die größte Regatta, die der Weltruderverband Fisa vergibt – und sie findet in Brandenburg an der Havel statt. Bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung rudern bis zu 4.000 Teilnehmende aus aller Welt im Alter ab 27 Jahren für ihre Vereine über eine Distanz von 1.000 Metern. Altersinklusion wird hierbei großgeschrieben: Das Mindestalter in der ältesten Teilnehmendengruppe beträgt 89 Jahre.

28. bis 29. September: Berlin-Marathon

Den vorbehaltlichen Abschluss des regionalen Sportjahres bildet der Berlin-Marathon am Wochenende des 28. und 29. September. Mehr als 40.000 Läufer:innen aus 120 Ländern nehmen jedes Jahr teil und machen das Event zu einem echten Großereignis, das bekannterweise zwar die halbe Stadt lahmlegt, aber auch für große Freude und besondere Geschichten sorgt.

Redakteur: Dirk Thomas Meerkamp (Chefredakteur)

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